Neuestes aus den Heilsgauer Redaktionsstuben

 

Heilsgauer Bote online!

Das, lieber Internetnutzer, haben Sie sicherlich schon gemerkt. Was Sie tun sollten: Die Seite sofort zu Ihren Favoriten hinzufügen. Was Sie des weiteren tun sollten: Diese Seite sofort lesen, in spontane Begeisterung ausbrechen und dem Heilsgauer Boten größere Mengen baren Geldes zukommen lassen. Unter dem Punkt "Allerneuestes" wollen wir Sie über die neuesten Entwicklungen, die neuesten Veranstaltungen und natürlich auch die neuesten Nachrichten rund um das Heilsgau beglücken. Mittlerweile sind wir sogar in der glücklichen Lage, Ihnen E-Cards anzubieten und Ihnen tatsächliche und echte Vernstaltungen anzukündigen.

 

Neues Preissystem bei der Bahn ab 1.8. in Kraft

Berlin (hb). Ab dem ersten August wird die Deutsche Bahn AG ihr viel gescholtenes neues Preissystem durch ein noch neueres ersetzen. Wie der Heilsgauer Bote vorab durch den Preisexperten der Bahn, Herrn Häberle (siehe Fotografie links), exklusiv erfahren konnte, wird es verschiedene Ermäßigungsstufen- Bäuerle, Kondukteur, Konduktuer sein Ranza- geben, die je nach Vorausbuchungsfrist gestaffelte Ersparnis versprechen. Bei seiner Multimediapräsentation stellte Häberle als besondere Innovation der Bahn die "MitSingerSparCard" vor. Finden sich entweder vier Bahnreisende verschiedener oder aber fünf Reisende einer Stimmgruppe zusammen und intonieren sowohl beim Kauf der Fahrkarte als auch bei der Kontrolle durch den Fahrdienstleiter alle 37 Strophen des neuen Werbesongs "Auf dr schwäb'sche Eisabohna", ergibt sich daraus ein Sonderrabatt in Höhe von 25%, auch auf schon bestehende Rabatte. Häberle betonte, dies häbe mitnichten mit seiner langjährigen Mitgliedschaft im Gesangverein "Harmonia 1897 e.V." aus Ohnstmettingen zu tun, sondern sei als Ansporn der Bahn, sowohl traditionelles Liedgut zu pflegen als auch durch verstärkte Jugendarbeit der Chöre einen Beitrag zu weniger Drogen, Schulausfall und besserer Heftführung zu leisten.

 

Reformationstag in Peking

Peking (hb). In Peking wurde vor Kurzem in einer spontanen öffentlichen Massendemonstration des Anschlagens der 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg gedacht. Weil der chinesische Kalender ja bekanntlichermaßen anders als der uns geläufige mitteleuropäisch-julianische Kalender organisiert ist, ja in China mithin nicht einmal das Jahr 2003, sondern das Jahr des Drachen, Hasen oder wasauchimmer ist, verschiebt sich in der Wahrnehmung der chinesischen Führung und Bevölkerung natürlich auch das so relevante Datum des 31.10. ein wenig. Und so kam es, dass die Massen in Peking unter begeistertem Absingen von "Ein wahlel Glaube Gotts Zoln stillt" und "Ein feste Bulg ist unsel Gott" mit selbst gemalten Bildern von Dr. Martin Luther und Philipp Melanchthon zur Schlosskilche in Peking pilgerten um ebenda eine in feinstem Mandarinchinesisch gehaltenes Faksimile der Lutherschen Thesen anzublingen.

Der große Vorsitzende Mao Zedong (links) sprach zu den begeisterten Massen, die sowohl lateinisch- als auch deutschsprachige Transparente mitgebracht hatte. Und das ist eine ganz schöne Leistung, bedenkt man, dass die Chinesen bis auf VW und das gute Tsingtao-Pilsner mit der goldgelben Farbe, dem feinhopfigen Geschmack und der lange im Glase stehenden Tulpe nicht allzu viele angenehme Erfahrungen mit der deutschen Kultur machen durften. In seiner Ansprache bezeichnete er Martin Luther als "den zweitglößten Kultullevolutionäl nach mil selbst allel Zeiten". Luther hätte Recht, wenn er behaupte, dass der Papismus sich vom eigenen Volke entferne und nur auf Gewinnmaximierung der herrschenden klerikalen Kaste aus sei. Er habe aber Unrecht, wenn er behauptete, dass hundertjährige Eier ziemlicher Ekelkram seien und nur Perversen schmeckten. Ihm, Mao Zedong, mundeten sie nämlich ganz ausgezeichnet, und dennoch würde er sich als guten Protestanten beschreiben. Die Masse dankte es mit begeisterten Sprechchören "Hoch Mao! Hoch Luthel! Hoch hundeltjährige Eiel, auch wenn Luthel sie nicht mochte, abel sie sind dennoch lecht schmackhaft!"